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Saturday, March 2, 2002
Am Kap der guten Hoffnung
(Peter Kohout)
22.02.2002
Es ragt kein hoher Bergesgipfel
wo Afrika verkommt zum Zipfel,
nur ein paar plumpe Steine liegen
herum am Kap. Man geht auf Stiegen
dorthin und sieht dann ziemlich nah
vorn Ozean, hint' Afrika.
Kaum bist du da, so kommt gezogen
ein Sturm, der auftürmt Wasserwogen,
es dräut und tost, es schäumt und spritzt
(weshalb kaum wer am Ufer sitzt).
Von links rollt der Atlantik an,
von rechts der Indisch' Ozean,
es türmen auf sich nasse Massen
um deinen bleichen Leib zu fassen.
Die feuchte Flut, sie braust und zischt,
hat dich mit geifernd Gischt erwischt
und saugt dich rein mit Strudels Kraft,
erstickend deine Brust erschlafft
und knapp schnappt das Gebiß vorbei
von einem meterlangen Hai.
Du schlägst um dich - das ist so Brauch,
das Auge brennt, die Lunge auch,
wild wirbelnd dich im Kreise drehend
reckst du die Hand, um Hilfe flehend.
Doch wieder reißt die wilde Flut
dich in die Tiefe, was nicht gut.
Braungrüner Tang verstopft dein Ohr
und vorn, auf dem Begattungsrohr
da sitzt ein See-Igel mit Sohn.
Bemerkenswert. Wer hat das schon.
Der Sturm der peitscht, die Welle bricht,
dein Magen auch, das Aug´ noch nicht,
weil dich die wilde Wogenbraut
mit voller Wucht auf´s Ufer haut.
Klatschnaß, verbeult, das Hirn voll Leere
sagst du beeindruckt "Hawedere!"
2:00:51 PM
Wednesday, December 19, 2001
Weihnachtsschicksal
Schon wieder zieht durch Flur und Zimmer,
wie vor Weihnachten schon immer,
ein Duft von Zimmet, Mandeln, Eiern,
denn baldigst gibt es was zu feiern.
Bald nämlich kommt die stille Nacht,
und selbst wenn 's Christkind nix gebracht,
Kindlein darob den Boden stampfen:
es gibt Gottlob etwas zum Mampfen.
Denn Mütter machen manchen Teig,
wie wenn's ein himmlisch' Fingerzeig,
sie kneten, walken, stechen aus,
und backen gute Sachen draus.
Sie machen Kugeln voll mit Rum,
auch Mandelbögen, sei es drum,
schmier'n auf die Kekse Marmelade.
Ja, Müttern ist da nix zu schade!
Manch' Ei wird sicher nie zur Henne,
denn wie ich so die Mütter kenne,
schlagen's die Eier in den Pfann'
und rühr'n zu Lebkuchen sie an.
Doppelkekse, Haferplätzchen,
Vanillebutter, Kokosspätzchen,
was immer sonst noch leicht und lecker,
die Mütter kennen die Geschmäcker
sowohl des Mannes als der Kinder
und schließlich geht es auch geschwinder,
wenn sie noch selbst den Christbaum schmücken,
um alle, alle zu beglücken.
Meist lobt man sie mit keinem Wort,
denn immerzu und immerfort
hör'n sie am heilig' Abend Essen
ihre Lieben, wie versessen.
Am Christtag fehl'n die besten Stück'
und für die Mütter bleibt zurück
nur das Gefühl wie jedes Jahr:
dass es für sie viel Arbeit war!
An einem grünen Christbaumwipferl
hängt grad noch ein Vanillekipferl
bis halt ein Kipferlfan sich find't,
in dessen Mund es dann verschwind't. 10:21:59 AM
Tuesday, December 18, 2001
Es weihnachtet...
Leute, es ist fürchterlich,
Heilig' Abend nähert sich,
doch droben aus dem Himmelstor
schaut noch nichts Brauchbares hervor.
Zwar sieht man zwischen Wolkenfetzen
Englein auf und nieder wetzen,
die nicht wissen was zu tun ist,
wissen nur, dass nicht zu ruh'n ist!
Wie hier herunten auf der Erden
manche gar nicht müde werden,
statt dem Christkind, 's ist zum Lachen,
selber basteln eig'ne Sachen.
(So macht meine Frau ganz gerne
Kerzen sowie Weihnachtssterne,
ich - als ungeschickter Lackl -
pick' mit Tesa zu manch' Packl.
Damit geht es mir wunderbar,
was bei andern nicht so war):
Ein Freund etwa bracht' sich ins Schwitzen,
weil seine Frau sagt': "Tue schnitzen
zur Freude uns'rer ganzen Sippe
für jeden eine schöne Krippe".
Der gute Mann hat Nacht für Nacht
bislang zwölf Josefe gemacht,
doch dann fiel es ihm plötzlich ein:
da müssen's auch zwölf Ochsen sein
und Eseln auch nicht weniger,
zwölf Jesuskinder müssen her!
Und auch Maria muss man seh'n,
zwölf mal, wie soll denn das noch geh'n?
Und wenn das doch geht fehlen noch
die Hirten, fünf mal zwölf, jedoch
bleibt sicher keine Zeit für'n Stern,
damit bleib'n auch die Hirten fern
vom Stall in dieser Heil'gen Nacht.
Dann werden die halt nicht gemacht,
weil dann bleibt Zeit den Stern zu schnitzen.
Und so beginnt erst recht das Schwitzen:
denn steht der Stern dann überm Stall,
seh'n das die Hirten allmal
und kämen gern in hellen Scharen!
Geht nicht, wenn nicht geschnitzt sie waren.
Daher sind Hirten wohl ein Muss!
Das alles führt zu keinem Schluss!
Der Schnitzer sagt der Frau: "Hör' her
heuer bleibt der Stall fast leer,
doch nächstes Jahr wird alles glänzen,
ich werde übers Jahr ergänzen
die Figuren, die jetzt fehlen.
Du kannst sicher auf mich zählen,
ich sichere die Weihnachtsfeier
und schnitz' halt keine Ostereier.
Dann werd' ich sicher fertig werden.
Fried' den Menschen auf der Erden!"
Nach diesem salbungsvollen Schluss
sagt die Frau: "Du hast an Schuss!
Was haben sonst wir an Geschenken,
was sollen sich die alle denken,
wenn wir mit leeren Händen kommen?"
Da hat der Mann sich Mut genommen,
nimmt seine Frau schnell auf die Schippe:
"Weißt was, ich schreib' wir haben Grippe,
das passt ja auch zu diesen Tagen
und so brauch' ma uns nicht mehr plagen,
was wir uns'ren Lieben geben."
So einfach kann es sein im Leben,
denn bei der heut'gen Rechtschreiblage
ist es ohnehin die Frage
ob wer den Unterschied versteht,
wenn Krippe oder Grippe steht.
9:17:07 AM
Thursday, November 22, 2001
GONGeleien
Meine Frau wünscht' sich schon long
einen Gong.
Nicht, dass wir ihn brauchen täten,
aber wenn wir einen hätten,
könnte sie damit gut lärmen,
damit wir rasch zum Essen schwärmen.
Was besonders gut am Land wär',
wenn der Gong grad dort zur Hand wär'!
Denn wenn ich im Garten schuft'
und sie mich zum Essen ruft,
kann es sein, dass ich's nicht merke,
schreit sie auch in Großlautstärke.
Daher wünscht sie sich schon long
einen Gong.
Nun gibt's in Wien zu diesem Zwecke
wirklich nicht an jeder Ecke
gonge-handelnde Chinesen -
wär' wohl zu viel verlangt gewesen!
So begann ich meine Suche
im telekom'schen Nummernbuche
und fand der Wohnausstatter viele,
doch so kam ich nicht zum Ziele.
Denn die hatten zwar manch' Möbel.
Gonge? Nein! Ach, welch ein Öbel!
Daher hieß es weiter spüren,
langsam ging's mir an die Nieren.
Doch meine Frau wünscht sich schon long
einen Gong.
Endlich wurde ich doch fündig
und ich sag' es kurz und bündig:
in einem Center von den Thais
(die gibt's in Wien, wie ich jetzt weiß),
fand ich neben vielem Krempel
Gönge, groß genug für Tempel.
Doch nach langem Hin und Her,
denn ich verstand die Thai-in schwer,
kaufte ich 'nen Gong mit Schwengel -
meine Frau strahlt' wie ein Engel,
als ich ihr den Gong vermachte,
wobei sie wohl im Stillen dachte:
Ach, wie wünscht' ich mir schon long
so 'nen Gong.
4:07:16 PM
Tuesday, October 30, 2001
Internet
Aktivität im Internetz
bringt Info, aber nicht nur "Hetz",
wenn man, wie es Sohn Jörg gemacht hat,
die "family" gesamt bedacht hat.
So stellt' er uns'ren Stammbaum 'rein,
wie soll ich denn da glücklich sein,
wenn nun weltweit alle lesen,
dass ich einst jünger bin gewesen?.
Natürlich freut mich anderseits -
und das ist auch nicht ohne Reiz -,
wenn er auch meine Poesie
veröffentlicht, so da und hie.
Dass er auch meine Dichtungs-Cos
veröffentlicht, find' ich zwar groß,
doch weiß ich nicht, ob diese Herren
nicht lieber ohne Netzplatz wären,
weil vielleicht mancher Vers, der herb klingt,
dem Leser nicht nur reine Freud' bringt,
besonders dann wenn er betroffen.
Doch will ich anderseits doch hoffen,
dass Dichtkunst dieser hohen Klasse
einmal erfreut die große Masse,
denn findet sich einst ein Verleger,
ein mutiger, ein also reger,
der diese Verse deshalb druckt,
weil letztlich doch wer aufgemuckt
(was gut wär' aus Reklamegründen -
es wird sich doch ein Nörgler finden!-),
dann wird die Seitenblicke-Meute
sich schlagen um die Versebeute
und Hoffnung blüht aus diesen Zeilen,
denn dann muss jeder sich beeilen,
will er zu Haus die Verse haben.
Verlag und Dichter sich dann laben
an Ertrag und Tantiemen,
die vielleicht in Mengen kämen.
Und wird das alles nicht so werden -
was soll's - so ist es halt auf Erden!
8:35:34 PM
Sunday, October 28, 2001
Antwort von Hans:
Bei Fussballern von dieser Sorte
fehlen mir schon längst die Worte
und es klingt ja wahr und weise
sagt der Sattler-Schurl "Scheiße"
wie unlängst via Interview.
Da drückts dem Fan die Gurgel zu!
Auch alles and're in Dei'm Schreiben
ist leider wahr, es ist zum Schpeiben!
Und es tröst't mich auch nicht sehr
dass beim Erzfeind herrscht Miser'.
Dabei hab'ns diese derzeit besser,
denn laufen sie - wie heut'- ins Messer
so schreibt die Journalistenschar,
dass halt Matthä am Letzten war.
Die Austria mit ihrem Pfeffer
schoß der Admira zwar drei Treffer,
was wirklich keine grosse Kunst,
spiel'ns bei Admira doch umsunst
verglichen mit den Austrianern.
Na, lass' mas bleib'n, es is zum Wana.
Am Wochenend' in Tel Aviv
geht sicher wieder alles schief,
aber halt ohne Violetten,
weil die sich gar so fürchten täten,
sagte halt der Mayrleb,
für den ich keinen Groschen geb'.
Und schließlich wartet dann Rapid -
das nimmt als Fan mich wieder mit.
Ich hoffe, dass das Jahr bald aus ist
und nextes Jahr nicht so ein Graus ist,
damit dem Stronach Franz sei' "Gerste"
doch noch was hilft - und wir wird'n Erste.
Und wenn schon nicht im Jahr null-zwei
vielleicht im Jahr zweitausenddrei.
Der Torberg uns ins Fanbuch schreibt:
Fan ist der, der es trotzdem bleibt!
5:48:55 PM
Gedicht von Peter Kohout:
Infelix AUSTRIA
Unter Präses Schurli Sattler
spielt AUSTRIA jetzt matt und matter.
Warum ist denn euer Spiel
neuerdings so HORRibil?
Es erscheint als linker Judas
Stronachs rechte Hand - der Rudas.
Er empfiehlt dem Stronach Frankl
stets ein neues Trainerbankl.
Anfangs stellte er ins Eckerl
die Ikone namens Schneckerl,
diesem folgt ein Mann aus Ried,
der jedoch alsbald verschied,
als der Wunderwuzzi Haan
führte dann das Training an.
Der blieb bis zum ersten Siege,
Dann kam gleich die Trainerriege
mit dem Hörmann und dem Pfeffer.
Lange gab es keinen Treffer
und auch fünfmal keinen Sieg.
Erst im jüngsten Abstiegskrieg
triumphiert der Sattler Schurli
über Mödlings Hansi-Burli.
Übel war der Spielbericht,
nur die Kicker stört das nicht.
Es verschlingen Millionen
diese faulen Fußballdrohnen.
(Werter Sponsor, bitte geb
nichts mehr an den Mayrleb).
Heute lese ich betroffen,
daß im Training war besoffen
Keeper Knaller. Ich bin jetzt
überrascht und leicht entzetzt,
daß nur einer wird genannt.
Denn die Mannschaft insgesamt
spielt als wäre sie besoffen.
Lieber Hans! Ich kann nur hoffen,
daß rapid es aufwärts geht
und in der Tabelle steht
AUSTRIA auf gutem Range.
Wird schon werden, sei nicht bange!
5:44:37 PM
Antwort von Peter Kohout (am selben Tag):
Total verseucht
Panik herrscht im ganzen Land,
weil irgendwo die Milz gebrannt.
Ärger als die Angst vorm Fliegen
ängstigt, wenn wo Pulver liegen,
selbst wenn´s nur Kartoffelstärke
vom AGRANA-Stärkewerke.
Keinem ist mehr ganz geheuer
benutzt er Salz-und Zuckerstreuer.
Mancher hat sich angepieselt
weil irgendwo was Weißes rieselt.
Sieht man auf der Schulter Schuppen
ruft man gleich nach Seuchentruppen.
Selbst ein Fußballteam entschwand,
weil man beim Elfer Weißes fand.
Ein Airbus wird zurückgerudert
weil wer im Flieger hat gepudert
(zur Strafe blieb die eitle Schöne
die ganze Nacht in Quarantöne).
Zurecht die Angst durch Adern kreucht:
Wir sind schon jahrelang verseucht!
Es hat die öffentliche Hand
verbreitet von der Milz den Brand!
Denn sie verlangt für jeden Akt-
ob Baubeginn, ob Ehepakt,
ob Reisepass , ob Pflegegeld -
das scheinbar Wichtigste der Welt:
Wenn Du was willst, das ist wohl klar,
brauchst Du ein Anthraxformular. 5:40:40 PM
Brandgefahr
(daher Achtung, Hannes B. und Peter K.)
Traurig ist es, aber wahr:
weltweit herrscht jetzt Brandgefahr.
Milzbrand sorgt für Hysterie,
macht uns brandig irgendwie.
Weinbrand hat bisher gereicht,
wenn wer darauf nicht geeicht,
dass, sobald die Leber voll war,
er/sie stundenlang ganz toll war.
Auch der Hausbrand, ohne Zweifel,
freute manchen Feuerteufel,
der, wenn bei der Feuerwehr,
sogar löschte hinterher.
Im Sommer wütet Waldesbrand,
in Spanien und Griechenland,
wird häufig absichtlich entfacht,
weil man so günstig Bauland macht.
Der Terror wurd' zum Flächenbrand,
West malt den Scheitan an die Wand,
den Satan meint man im Nahosten -
ein Glück: die Sheriffs sind am Posten!
Doch halt ich besser mich zurück,
denn "was gerad' noch is' a Glück",
ließ Tante Jolesch uns erfahren,
davor mög' uns doch Gott bewahren!
So ende heute ich elegisch,
aber auch dieses ist strategisch,
weil so in mir die Hoffnung keimt,
dass auch von Euch zwei einer reimt.
Ihr könnt es aber beide tun.
Lasst Eure Tasten nicht mehr ruh'n,
sonst liegt die Frage auf der Hand:
seid Ihr leicht beide ausgebrannt?
5:35:52 PM
Monday, August 20, 2001
Der Wespenstich
18.08.2001
Seit Tagen plagt mich fürchterlich
Geschwulst nach einem Wespenstich.
Die rechte Hand ist ganz verschwollen -
die Wespe(n) soll der Teufel holen!
Ich kann nicht tippen, kann nicht schreiben,
auch Tennis spielen lass' ich bleiben,
damit beizeiten das verschwindet,
was mich derzeit ans Zimmer bindet.
Wie kam es nun zu diesem Tort?
Nun, ich versuch' es Wort für Wort:
im Stuhle deckt' ich "ben mit bene"
und meine Hand lag auf der Lehne.
Unter der Hand, was ich nicht sah,
da war der Wesp auf einmal da
und als ich meine Hand bewegt',
hat er sich sichtlich aufgeregt,
und er stach noch im selben Nu,
wie es ihm ziemt, ganz kräftig zu
und trieb den Stachel, so tief's ging,
mir in den Finger für den Ring.
Er starb bei meiner Reaktion,
doch trug den Schaden ich davon:
die Hand schwoll an trotz rascher Salbe,
auch schwoll der Arm an, gut der halbe.
Im Krankenhause gab man mir
Tabletten, Salben zum Geschmier
und damit es rasch besser werde
auch essigsaure tönern Erde.
Nun mache ich vier Tage schon,
nicht mir zur Freude, mehr zur Fron,
um meine Hand Wickel um Wickel,
doch die Geschwulst weicht kaum ein "Stickel"
sodass wohl länger ich muss harren,
bis ausgeheilt der ganze Schmarren,
bis des Wespen geiles Gift
zur Gänze ist aus mir getrieft.
Dann kann ich wieder etwas dichten,
um euch vom Unheil zu berichten,
durch das geplagt ich fürchterlich:
nämlich durch einer Wespe Stich.
Bis dahin bitte seid so frei:
lest weiter, oben, Zeile drei.
10:28:51 AM
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